Ein Naturschutzgebiet ist die stärkste großräumige Schutzkategorie. In Deutschland basiert es auf Bundes- und in Österreich auf Landesrecht. Die verbindenden Ziele sind der Erhalt einer ursprünglichen Landschaft, Schutz von seltenen, gefährdeten oder charakteristischen Tieren und Pflanzen und die Bewahrung von Räumen mit besonderem wissenschaftlich-ökologischem Interesse.
Das Naturschutzgebiet Mitternacher Ohe liegt im Bayerischen Wald und schützt einen naturnahen Mittelgebirgsbach inklsuive Teileinzugsgebiet mit seinen begleitenden Schlucht- und Hangwäldern. Die Mitternacher Ohe zeichnet sich durch einen weitgehend unverbauten, dynamischen Bachlauf mit Kies- und Felsstrukturen sowie Kolken aus. Diese Vielfalt an Strukturen schafft wertvolle Lebensräume für zahlreiche spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Besonders bedeutsam ist das Gebiet für feuchtigkeitsliebende Pflanzen, wie der Tüpfelfarn, die von dem kühlen, luftfeuchten Mikroklima entlang des Baches profitieren. Auch seltene Tierarten wie Biber, Fischotter, Grasfrosch und Blauflügel-Prachtlibelle leben hier. Das Naturschutzgebiet leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt naturnaher Fließgewässer und ihrer typischen Lebensgemeinschaften im Bayerischen Wald.
| Ort | Deutschland - Bayern - Freyung-Grafenau, Regen |
| Fläche | 1,06km² |
| Gründungsjahr | 1985 |
| IUCN Kategorie | IV |
| DtP ID | 2a0a56eb-25cc-4374-9080-9284a2b75819 |
Fauna
Fischotter
Flora
Gewöhnlicher Tüpfelfarn
Habitat
Fließgewässer — Abschnitte von Wasserläufen mit natürlicher bzw. naturnaher Dynamik (kleine, mittlere und große Fließgewässer), deren Wasserqualität keine nennenswerte Beeinträchtigung aufweist
Öffentlich gewidmete Straßen/Plätze
in der Nähe von besetzten Vogelbrutstätten
Verordnung über das Naturschutzgebiet "Mitternacher Ohe"
Landkreise Freyung-Grafenau und Regen - 2. April 1985