Ausgewiesene Wege/Plätze
Wer an frühlings- und sommerwarmen Nachmittagen durch das Naturschutzgebiet wandert und von Schwärmen liebestanzender Mücken begleitet wird, weiß warum seit Urväterzeiten die Landschaft diesen Namen trägt. Doch keine Bange - beim Mückenvolk tanzen nur die Männchen, und die stechen nicht. Offensichtlich wissen das auch naturkundlich nicht unbedingt beschlagene Stadtmenschen, denn die Parkplätze an der Südostecke des Schnaakenmoores und an der benachbarten "Waldschänke" sind bei guten Wetterlagen "rappelvoll", nicht zu rechnen, was per Bahn, Fahrrad oder zu Pferde an fröhlichem Volk sonst noch durchs Gelände streift.
Das Schnaakenmoor liegt mitten im schönen Hamburger Forstrevier Klövensteen und ist ein beliebtes Ziel im Westen der Hansestadt für Ausflügler von Altona bis Wedel. Ursprünglich gehört der Wald aber dort gar nicht hin, sondern stammt aus Aufforstungen aus dem 19. Jahrhundert. Einer der landschaftsverändernden menschlichen Eingriffe, die, wie die Geschichte zeigt, ihre Anfänge bereits im Mittelalter hatten. Bis dahin war das Naturschutzgebiet Teil einer einzigartigen Landschaft aus einem über 100 km langen gigantischen Binnendünenzug mit kleinflächig eingestreuten Mooren, nördlich der Elbe von Geesthacht über Blankenese, der Haseldorfer Marsch und Bielenberg bis zum heutigen Nord-Ostsee-Kanal. Die Pflanzenwelt besteht aus einer sogenannten Sekundärvegetation, die ursprünglichen Pflanzengesellschaften des einstigen Hochmoores und der dazwischenliegenden Dünen haben sich durch vielfältige und unterschiedliche Nutzungen seit dem Mittelalter grundlegend verändert. Heute finden sich im Naturschutzgebiet vielfältige Biotoptypen mit abwechslungsreicher Besiedelung, z.B. Schnabelried, Seggen und Binsen, Glocken- und Feuchtheiden mit Pfeifengrasbeständen. Entsprechend der vielfältigen Biotoptypen ist auch die Tierwelt sehr arten- und individuenreich. Bemerkenswert ist, dass einige seltene Tierarten, die in der Roten Liste als gefährdet oder stark gefährdet aufgeführt sind, auch einen vergleichsweise gesicherten Bestand aufweisen. Dazu gehören z.B. die Kreuzotter, der Moorfrosch, die Kreuz- und die Knoblauchkröte. In der Vogelwelt stechen Brutbestände der selteneren Heidelerchen, Baumfalken und Flussregenpfeifer heraus.
| Ort | Deutschland - Hamburg |
| Webseite | https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/naturschutz/naturschutzgebiete/start-schnaakenmoor-172864 |
| Fläche | 1,01km² |
| Gründungsjahr | 1979 |
| IUCN Kategorie | IV |
| DtP ID | acd9cc1c-dcf2-4852-85d4-eddc65976e5a |
| Name und Abteilung |
Freie und Hansestadt Hamburg; Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft;
Naturschutz; Management der Hamburger Naturschutzgebiete, Biotopverbund |
| Webseite | https://www.hamburg.de/naturschutz/ |
| Anschrift |
Adresse anzeigen Adresse ausblenden
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg Deutschland |
Habitat
Fauna
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Öffentlich gewidmete Straßen/Plätze
10. November 2006