Description & Map
Summary
Bei dem Schutzgebiet handelt es sich zum großen Teil um eine geschlossene Waldfläche mit Fichten und Föhren und eingestreutem Laubwald. Den Hauptkern bildet der Hirschwald.
Description
Bei dem Schutzgebiet handelt es sich zum großen Teil um eine geschlossene Waldfläche mit Fichten und Föhren und eingestreutem Laubwald. Den Hauptkern bildet der Hirschwald. Er ist von gut ausgebauten Straßen umfasst und dient der Bevölkerung als Erholungsgebiet. Mitten durch den Wald führt die Straße zur Ortschaft Hirschwald. Sie beherbergte vor Jahrhunderten das Jagdschlösschen des Kurfürsten von Amberg. Von der Gesamtanlage ist heute noch eine alte Torausfahrt erhalten. Von dem Ort führt ein Weg in das reizvolle Taubenbachtal, das beiderseits von Hängen, die mit Jung und Altwald bestanden sind, eingeengt wird. Fuhrwege und Steige zweigen nach allen Richtungen in das dichte Waldgebiet. Wo sich das enge Taubenbachtal zu einem grünen Wiesengebiet erweitert, liegt linkerhand auf einer Höhe die Ruine der ehemaligen Burg Roßstein. Sie überwachte einst das Tal und den ausgedehnten Wald. Heute ist die Ruine ein Ruhepunkt fern von allem Verkehr mit weiter Sicht in westlicher Richtung. Einmalig ist hinter dem Roßstein an dem Steilhang des Höhenzuges ein Wachholderwald mit sehr alten Beständen. Dieser wird wegen der geschützten und warmen Lage von dem einheimischen Wild, insbesondere von dem heute noch in diesem Gebiet vorkommenden Rotwild, gern als Einstand gewählt. Südwestlich von Roßstein, in dem Gebiet um Mendorferbuch und Winbuch, wird die Landschaft vom Juragestein mit merkwürdigen Felsgebilden geprägt. Der Hirschwald wird an seinem östlichen Rand vom Vilstal begrenzt. Dort fließt die Vils in der unteren Hälfte noch in ihrem alten tiefen krümmungsreichen Bett. Sie wird teilweise von einem dichten Schilfgürtel eingerahmt, den das heimische Wasserwild gern als Nistgelegenheit aufsucht. Die Flusswindungen können von den auslaufenden Steilhängen des Hirschwaldes weithin überschaut werden. Besonders hervorzuheben ist der weit aus der Landschaft ragende Pfarrberg von Vilshofen mit seinen alten Gebäuden und zwei Kirchen, Bei einer Wanderung flussaufwärts gelangt man zur Steinbergwand bei Ensdorf. Sie hat prähistorische Bedeutung. Dort siedelten während der jüngeren Steinzeit (4000 bis 1800 v. Chr.) erstmals Menschen. Beraten und gefördert von einer Reihe von Fachgelehrten und im Jahre 1930 der Salesianerpater Dr. Pils mit seinen Novizen eine viermalige Besiedlung in verschiedenen Zeiten festgestellt. In Theuern stößt man auf die mit Erlen bestandene Insel, die das „Wirl“ genannt wird. Gegen die Stadt Amberg ist das Schutzgebiet von einem breiten eigentümlichen Trockental abgeschlossen. Die ausgewaschenen Felswände beherbergen auch den bekannten Kuhfelsen. Die der Sonne zugewandten Hänge sind von reichen Wacholderhecken und seltenen Pflanzen bewachsen. Das Tal selbst ist ein beliebter Spazierweg und Tummelplatz für Jugendspiele.
General information
| Location | Germany - Bavaria - Amberg-Sulzbach, Amberg, Kreisfreie Stadt |
| Area | 87.88km² |
| IUCN Category | V |
| DtP ID | fb4428d5-e055-4dbd-af02-17a5e6f403d5 |
Legal documents
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LSG-00125.01 Köferinger Tal, Köferinger Heide Hirschwald Vilstal
Markus Dollacker - Dec. 28, 1962